Den Ursachen auf der Spur

Systemische Krebserkrankungen


Akut lymphatische Leukämie (ALL)

Die Akut lymphatische Leukäme ist eine bösartige Entartung sowie Reifungsstörung der weißen Blutkörperchen. In diesem Fall werden deutlch zu viele weiße Blutkörperchen (sog. Lymphozyten) produziert.

In Deutschland kommen auf 100.00 Menschen z.Z. 1 - 3 Erkrankungen vor.

Die ALL ist der am häufigsten diagnostizierte Krebs bei Kindern & Jugendlichen im Alter von 3 -5 Jahren.

Die Erkrankung beginnt häufig mit schnell auftretenden starken Kopfschmerzen begleitet von Fieber, Müdigkeit, Hautblutungen, Blässe, Gelenkschmerzen und weiteren Symptomen.

Die Diagnose wird schulmedizinisch mittels Knochenmarkspunktion sowie Blutuntersuchungen gestellt. Bei der Knochenmarkspunktion werden im Krankheitsfall typische Anteile der weißen Blutkörperchen entdeckt sog. Blasten. (Anteil höher als > 25 %) Ebenso können im Blutbild die Gesamtzahl der weißen Blutzellen die sog. Leukozyten stark erhöht sein.

Die Art der Behandlung hängt davon ab, wie alt der Patient ist. Für gewöhnlich wird eine Zytostatikatherapie (Chemo) sowie anschließend eine Bestrahlung und ggf. eine Knochenmarkstransplantation durchgeführt.

Speziell bei dieser Erkrankung kommt der schulmedizinischen Therapie ein hoher Stellenwert zu, der meines Erachtens nach nicht durch komplementäre Therapiemaßnahmen verbessert werden kann. Lediglich Begleiterscheinungen (Übelkeit, Erbrechen usw.) von Chemotherapie & Bestrahlung können durch zusätzliche Maßnahmen gebessert werden.

Bei der heute üblichen Therapie wird in ca. 50 % der Fälle bei Erwachsenen ALL eine Remission-  und sogar bis 80 % der kindlichen Leukämieformen - erreicht.

Akute myeloische Leukämie

Bösartige Entartung und Reifungsstörung von blutbildenden Stamzellen. Bei dieser Erkrankung kommt eine große Anzahl von Blasten im Blut vor, ebenso sind eine Menge von ca 25 - 30 % im Knochenmark nachweisbar. 

Derzeit kommen in Deutschland ca. 2,5 Erkrankungen auf 100.000 Einwohner vor. Die Patienten sind meist über 60 Jahre alt.

Aufgrung der steigenden Leukozytenzahlen werden andere Blutzellen verdrängt. Dies kann zur Folge haben, dass z.B. die roten Blutkörperchen - deren Hauptaufgabe der Sauerstofftransport sowie Kohlendioxidtransport ist- verdrängt werden. Auch weitere Zellen wie z.B. Blutplättchen können verdrängt werden.

Als Symptome können Schwächegefühl, Zahnfleischblutungen, Kopfschmerzen, Blässe, Knochenschmerzen etc. auftreten.

Die Diagnose wird ebenfalls mittels Knochenmarkspunktion sowie Blutuntersuchung gestellt. Häufig findet sich bei den Patienten eine tastbare Milz (pathologisch=krankhaft)  sowie Leber.

Die Therapie der AML sieht klassischerweise hochdosierte Chemotherapie, Bestrahlung sowie Stammzelltransplantation vor. In seltenen Fällen werden auch monoklonale Antikörper eingesetzt, bei denen der Risiko/Nutzen Faktor allerdings stark abgewogen werden sollte.

Bösartige Erkrankungen des Lymphsystems

Hierunter fallen unterschiedliche bösartige Erkrankungen des lymphatischen Gewebes welche unterteilt werden können in die sog. „Hodgkin-Lymphome“ und die „Non-Hodgkin-Lymphome“ (NHL). Eine sehr klar definierte Erkrankung stellt das Hodgkin Lymphom dar, währen die Non-Hodgkin-Lymphome eine Gruppe von unterschiedlichen Malignomen des Lymphsystems darstellen.

Non Hodgkin Lymphome

20 % der NHL macht die chronisch-lymphatische Leukämie aus. Insgesamt kommen auf 100.000 Einwohner jährlich ca 6-10 Erkrankungen. Das Vorkommen der Erkrankung scheint stetig zu steigen und der Altersgipfel liegt meist um das 6. Lebensjahrzehnt. 

Je nach malignität unterscheidet man „hochmaligne NHL“ (ca. 30 %) von „niedrigmaligne NHL“ (ca. 70%). Wobei die Unterscheidung in Hoch- bzw. Niedrigmaligne nicht von die bösartigkeit der NHL wiedergibt. Eine weitere Unterscheidung erfolgt danach, von welchem Zelltyp die Entartung ausgeht. (T- Zell- oder B-https://de-livepages.strato.com/wizard/w4/w4_index.do?pageID=17815607Zell- Variante)

Seltene, ebenfalls zu den malignen Lymphome zählenden Erkrankungen, stellen die HIV-assoziierten Lymphome und das Plasmozytom dar. Letzteres bezeichnet die vermehrte Verteilung der Plasmazellen. 

Morbus Hodgkin

Beim Morbus Hodgkin (Syn.: Lymphogranulomatose) handelt es sich um eine bösärtige Erkrankung des Lymphsystem.

Die Häufigkeit der Erkrankung liegt in Deutschland bei ca 3-5Fälle/ pro 100.000 Einwohner. Die Erkrankung betrifft insbesonder junger Erwachsene im dritten Lebensjahrzehnt.

Die Diagnose wird mittels Nachweis der sog. Sternberg-Reed-Zellen die von den B-Lymphozyten abstammen.

Die Erkrankung geht einher mit schmerzloser Schwellung der Lymphknoten, meist am Hals aber auch Achselbereich, Leistengegend und Bauchraum können betroffen sein. 

Die Symptome können starker Nachtschweiß, Abgeschlagenheit und Fieber auftreten. Aufgrund der stark vergrößerten „Sternberg-Reed-Zellen“ kann es häufig zu einer vergrößerten Leber und auch Milz (sog. splenomegalie- die immer pathologisch ist) kommen.

Insgesamt sind sowohl Prognose wie auch der Therapieansatz deutlich stadienabhängig.

Die klinische Therapie sieht sowohl zu Anfang Strahlen- als auch in späteren Stadien eine Chemotherapie oder beides in Kombination vor. Auch eine Entfernung der Milz kann zum Einsatz kommen. Die Heilungschancen sind wie bei der ALL insbesonder bei Kindern sehr vielversprechend.


Komplementäre Therapieansätze der Naturheilpraxis Gallus in Ilsede im Kreis Peine bei malignen Systemerkrankungen:

Enzymtherapie

Neben dem Einsatz in der Rheumatologie und Autoimmunologie sowie bei chronisch entzündlichen Erkrankungen steht die Behandlung der malignen Geschwulstkrankheiten im Vordergrund. Proteolytische Enzyme sind in der Lage Moleküle wie z.B. das Tumor-CD44 Molekül zu unterdrücken und können dadurch einen wesentlichen Beitrag zur Einschränkung des Metastasierungsprozesses leisten. Eine weitere erfreuliche Wirkung ist die Stimulierung des humoralen und zellulären Immunsystem. So konnte in Studien die gesteigerte Phagozytosefähigkeit von Abwehrzellen nachgewiesen werden. Eine weitere erfreuliche Wirksamkeit von Enzymen ist die antiödematöse Wirkung wie z.B. bei Lymphödem nach Mammaamputation.


Vitamin C Hochdosis

Auch bei systemischen Krebserkrankungen bewirkt Vitamin C , bei hohen Konzentrationen              (> 15gr.) in Tumorzellen die Produktion von Wasserstoffperoxid, dass die sog. Apoptose (programmierte Zelltod) auslöst. Gesunde Zellen sind davon nicht betroffen und werden auch nicht geschädigt. Ebenso wird durch Vitamin C das Allgemeinbefinden von Krebspatienten gebessert, Nebenwirkungen von Chemotherapie & Bestrahlung können durch die hochdosierte Zufuhr von Vitamin C eingeschränkt werden. Dies konnte in einer Studie die öffentlich einsehbar ist (hier) nachgewiesen werden. Durch den vermehrten Einsatz von Vitamin C, konnten wir in der Naturheilpraxis Gallus in Ilsede bei Peine häufig eine Regulierung der weißen Blutzellen beobachten.


Ernährung & Bewegung

Neben einer ballaststoffreichen Ernährung empfehlen wir in der Naturheilpraxis Gallus in Ilsede bei Peine bei systemischen Krebserkrankungen die sog. Paleo- bzw. LOGI Ernährung, welche einen niedrigen glykämischen Index also einen niedrigen Blutzuckerspiegel zum Ziel hat. Das Feststellen von Nährstoffdefiziten hat bei systemischen Krebserkrankungen ebenso Priorität wie bei anderen Krebs,- sowie chronischen Erkrankungen. Eine ausreichende Bewegung an der frischen Luft ist ebenso von Bedeutung, so konnten Studien zeigen, dass mit gesteigerter körperlicher Aktivität nicht nur die Nebenwirkungen der herkömmlichen Therapien minimiert werden können, sondern auch die Gesamtüberlebenszeit sowie eine verminderte Rückfallwahrscheinlichkeit erreicht werden können.